Wie Christus die Bitterkeit besiegt hat

Andacht von John Piper – gelesen von Robin Dammer
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„[Als] er geschmäht wurde, schmähte er nicht wieder, als er litt, drohte er nicht, sondern übergab es dem, der gerecht richtet.“(1Petr 2,23) 

Niemandem ist je so schweres Unrecht zugefügt worden wie Jesus. Jeder Bruchteil an Feindseligkeit gegen ihn war zutiefst unverdient. 

Niemand, der je gelebt hat, war mehr Ehre wert als Jesus und niemand ist je mehr entehrt worden als er. 

Wenn jemand das Recht hätte, wütend zu sein und bitter zu werden und Rachegefühle zu hegen, dann wäre es Jesus. Wie konnte er sich beherrschen, als ihm Schurken, denen er das Leben geschenkt hatte und das nur von ihm erhalten wurde, ins Gesicht spuckten? 1. Petrus 2,23 gibt uns die Antwort: „[Als] er geschmäht wurde, schmähte er nicht wieder, als er litt, drohte er nicht, sondern übergab es dem, der gerecht richtet.“ 

Dieser Vers bedeutet, dass Jesus an die zukünftige Gnade von Gottes gerechtem Gericht glaubte. Er musste sich nicht selbst rächen für die Demütigungen, die er erlitt, weil er seine Sache Gott anvertraute. Er gab die Rache in Gottes Hand und betete für seine Feinde: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!“ (Lk 23,34). 

Petrus gibt uns diesen kleinen Einblick in den Glauben Jesu, damit wir lernen selbst auf diese Weise zu leben. Er sagt: „Denn dazu seid ihr berufen, [dazu harte und schroffe Behandlung in Geduld zu ertragen,]  weil auch Christus für uns gelitten und uns ein Vorbild hinterlassen hat, damit ihr seinen Fußstapfen nachfolgt“ (1Petr 2,21). 

Wenn Christus Bitterkeit und Rache durch den Glauben an das überwinden konnte, was Gott, der gerechte Richter, zu tun versprochen hat, wie viel mehr sollten wir es tun, die wir im Vergleich viel weniger Recht haben, über das, was uns widerfahren ist, zu murren als er?